Jahresbericht 2004
In diesem Jahr mussten wir erfahren, dass nicht nur die Finanzen unseres Vereins knapp sind. Unzählige kantonale Institutionen und Stiftungen, die wir mit unserer umfangreichen und professionell gestalteten Informationsmappe angeschrieben haben, wollten oder konnten uns nicht finanziell unterstützen. Viele Antwortbriefe würdigten ausdrücklich unsere Initiativen im Bereich der Spiritualität, doch finanzielle Beiträge konnten sie uns nicht zusprechen.
Die Unterstützungsbeiträge sollten die Situation in der Administration verbessern und eine Homepage mitfinanzieren. Das moderne Medium Internet könnte Interessierten und
Suchenden einen erleichterten Zugang zum Verein und seinen Angeboten ermöglichen.
Gleichzeitig sollte die Homepage die gesamten Aktivitäten des Vereins seit seiner Gründung
dokumentieren.
Trotz härterer Rahmenbedingungen hielten wir an unserem Auftrag fest, die Spiritualität zu leben und weiterzugeben. Auch in diesem Jahr konnten wir durch Kurse, Vorträge und Retraiten, Menschen auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und damit
auch auf der Suche nach einer tragenden Spiritualität begleiten und ihnen dabei Impulse geben.
Im März fand die Vortragsbegegnung mit Pierre Stutz zum Thema „Verwundet bin ich und
aufgehoben“ statt. Für vier Kurse waren wir im Kloster Mariastein zu Gast. Der Hildegard
von Bingen Tag und die Kontemplationskurse im Dezember waren gut besucht.
An der Nacht des Heilens waren Roland Luzi und Christoph Röckelein mit zwei Workshops im Oekolampad present. Im Workshop „Heilende Klänge und Stille“ arbeitete Roland Luzi
mit dem Duo Traumklang aus Kirchzarten zusammen. Armin Mettler wirkte als Liturg an der Abschlussfeier mit Salbung mit.
Kontemplative Klänge des Duo Traumklangs erfüllten im August den Stillen Raum
im Kulturzentrum Warteck.
Die Sitzgruppen im Kulturzentrum Warteck und im Raum der Stille in der Mission 21
haben sich gefestigt, und treffen sich einmal im Monat zur Stillemeditation.
Wenn wir uns als Mitglieder des Vereins in der Stille und auf anderen Erfahrungswegen auf die unverfügbare Mitte des Lebens ausrichten und einlassen, können uns Erfahrungen geschenkt werden, die alle nötigen und mühevollen Aktivitäten unseres Vereins übersteigen. Oder mit Meister Eckhart gesagt:
Die Menschen sollten
sich nicht so sehr
um das kümmern,
was sie tun müssen;
sie täten besser daran,
sich um das zu sorgen,
was sie sein sollen.
Wenn wir selber gut sind
und wenn unsere Art zu sein
gut ist, dann wird das,
was wir tun, strahlen.
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