Jahresbericht 2002

Bild des Benutzers Roland Luzi

"Der Fromme von morgen wird ein "Mystiker" sein, einer, der etwas "erfahren" hat, oder er wird nicht mehr sein.“ Mit dieser Aussage provozierte Karl Rahner die Theologie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Der spirituelle Hunger vieler heutiger Menschen scheint Rahner Recht zu geben, dass der Mensch des 21. Jahrhunderts eine religiöse Lebensführung sucht, die erfahrungsbezogen ist.

Unser Verein ars vitae hat mit seinen Möglichkeiten versucht, das spirituellen Suchen von Menschen mit Vorträgen, Projekten, Meditations- und Kontemplationskursen und in der persönlichen Begleitung zu fördern und unterstützen.

Im vergangenen Jahr haben wir drei Vorträge angeboten. Im Januar hatten wir in Zusammenarbeit mit der OKE und der Kath. Erwachsenenbildung Willigis Jäger mit dem Vortrag "Der Himmel ist in dir“ zu Gast. Im April hielt Dr. med. Jakob Bösch im Bildungs Zentrum 21 einen Vortrag zum Thema "Spiritualität und Gesundheit". Rabbinerassistent Michel Bollag führte uns im September in die jüdische Mystik und Meditationspraxis ein. Diese Vorträge haben wir gemeinsam mit mission 21 veranstaltet.

Armin Mettler und Roland Luzi gehörten dem Vorbereitungskreis an, der am 30. November zu einer "Nacht des Heilens" in die Oekolompad-Kirche einlud. Mit dem Workshop "Heilsame Stille", in der Heilungsfeier und bei der Ikonenbetrachtung brachten sie sich aktiv in dieses Projekt ein. Dieser Anlass wurde in Zusammenarbeit mit dem Oekolompad-Team und der Offenen Kirche Basel organisiert.

Meditations- und Kontemplationskurse fanden im Retraitenhaus Sonnenhof und in den Klöstern von Mariastein und Dornach statt.

Auf einem kontemplativen Weg durch das schöne hintere Leimental, vertiefte eine Gruppe wandernd ihre Spiritualität.

Die Kontemplationsgruppen im Raum der Stille der mission 21 und des Kulturzentrums Warteck trafen sich einmal im Monat zum innerlich aktiven Stille-sein.

Besonders zu erwähnen ist das Konzert aus der Stille mit Roli Frei, das den stillen Raum mit wunderbaren Klängen erfüllte.

Ich denke, dass unser Verein mit diesen Veranstaltungen und in der Zusammenarbeit mit Partnern an Konstanz, Profil und Bekanntheit dazu gewonnen hat.

Ein grosses "Dankeschön" möchte ich meinen Vorstandskollegen Armin Mettler und Christoph Röckelein aussprechen, die viel von ihrer Zeit und Energie in das Vereins-Leben von ars vitae investierten. Ich danke auch allen Vereinsmitgliedern und Interessenten von ars vitae, die uns auf irgendeine Weise unterstützt haben.

"Die Christen von heute - Mystiker, Mystikerinnen? - ich denke, unser Verein und seine Mitglieder und Freunde und Freundinnen sind auf dem Weg, immer mehr und mehr „mystisch leben“ zu verstehen, dass wir Gottes Nähe und Kraft auch in allen Lebenslagen erfahren und entdecken können.